Harparimba © 2020

Favola

«Favola» - Das erste Konzert für Marimba, Harfe und Orchester

ist ein Auftragswerk des Duo Harparimba. 

 

Komposition: Luzia von Wyl

Dauer: 15 Minuten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Luzia von Wyl, 1985 in Luzern geboren, studierte nach ihrer Matura von 2004 klassisches

Klavier und Jazz-Komposition an der Hochschule der Künste Bern, an der Zürcher Hochschule der Künste sowie an der Musikhochschule Luzern und schloss ihr Studium 2011 sowohl mit einem Master in klassischem Klavier als auch einem Master in Jazz-Komposition ab. Ihre hauptsächlichen Lehrer waren Dieter Ammann, Kaspar Ewald und Florian Hoelscher. 2014 erwarb sie an der Universität Zürich einen dritten Masterabschluss in Arts Administration. Heute in Zürich und New York wohnhaft, gehört sie zu den Musikerinnen, die ihre Projekte gerne selber auf die Bühne bringen. So leitet sie ihr eigenes kleines Contemporary Orchestra, das Luzia von Wyl Ensemble, für das sie sämtliche Kompositionen selber schreibt. Ihre Leidenschaft gilt der Neuen Musik genauso wie dem Jazz und sämtlichen Bereichen dazwischen. Zusätzlich zu ihren eigenen Projekten schreibt sie regelmässig Auftragswerke für verschiedenste Musiker, Ensembles und Orchester. Luzia von Wyl ist Gast an Festivals im In- und Ausland, u.a. am Lucerne Festival, an den Swiss Days Dubai, dem Schaffhauser Jazzfestival oder dem London New Wind Festival. Ihre Werke wurden in Zürich, Berlin, London, Wien, Budapest, Prag, Dubai und Bangkok uraufgeführt. Sie war Gewinnerin der internationalen Kompositionswettbewerbe des Chicago Ensembles (2017) und des New Yorker Orchestra of Our Time (2011). Mit ihrem Ensemble veröffentliche sie 2014 «Frost» bei HatHut Records, 2016 folgte «Red» bei BMC Records. Das dritte Album «Throwing Coins» wird im September 2018 erscheinen. www.luziavonwyl.com

Die Komponistin Luzia von Wyl schreibt zu diesem Werk:

«Das Duo hatte sich auf seiner ersten CD «Light Sounds» verschiedenen Minimal-Stücken gewidmet. Minimal-Elemente sind meine Leidenschaft und die Zusammenarbeit schien daher von Anfang an naheliegend und befruchtend. Die ersten Skizzen und Entwürfe entstanden im Mai 2017 in New York City, wo ich ein Jahr lang wohnte. Daraufhin komponierte ich alle vorhandenen Themen und Strukturen. Diese sind nicht zuletzt von der Grossstadt inspiriert, die niemals schläft – aber auch durch den kleinen Garten hinter meinem Haus (in New York eine Seltenheit), der sich mit blühenden Bäumen und spielenden Eichhörnchen als meine Ruheoase entpuppte. Nach einem kurzen Juli-Aufenthalt in meiner Heimatstadt Luzern vollendete ich das Stück im September 2017 in London. Während des ganzen Entstehungsprozesses stand ich mit Doris Affentranger und Patricia Meier immer wieder im engen Austausch. 

«Favola» spielt mit verschiedenen Themen – einerseits dem düsteren Anfangsthema, das zu Beginn des Stückes von den tiefen Streicherstimmen vorgestellt wird, des weiteren mit einem Minimal-Thema, mit dem das Marimba einsetzt, und schliesslich mit zwei Hauptmelodien: Die eine gespielt vom Orchester, sehr rhythmisch und eingängig, in seinen Wiederholungen von Harfe und Marimba immer wieder anders verziert, die andere lyrisch erzählend, vorgestellt von Harfe und Marimba in einem solistischen Duo-Teil. Die Themen werden im Laufe des Stückes immer wieder anders verarbeitet und führen die Zuhörenden

in verschiedene Welten.

«Favola» bedeutet im Italienischen «Märchen» und «Geschichte». Anders als bei vielen anderen meiner Stücke habe ich mir keine konkreten Bilder oder Situationen zur Musik vorgestellt, sondern mich von der Musik selber führen lassen. Somit ist die Fantasie jeder und jedes einzelnen gefragt: Wovon handelt «Favola», was wird in dieser Geschichte erzählt? Was empfinde ich?

Viel Vergnügen beim Zuhören.» Luzia von Wyl